Wie du mithilfe eines digitalen Lernmoduls Informationen und Materialien einfach und übersichtlich mit deinen Schülern teilen kannst

Wie du mithilfe eines digitalen Lernmoduls Informationen und Materialien einfach und übersichtlich mit deinen Schülern teilen kannst

Lernmodul

Momentan herrscht mal wieder große Unsicherheit unter den Lehrkräften. Die Schulen sollen zwar grundsätzlich geöffnet bleiben, jedoch passiert es immer wieder, dass Klasen von heute auf morgen aufgrund von Corona-Fällen in den Distanzunterricht geschickt werden.

Ich wurde daher in letzter Zeit oft gefragt, wie man den Schülern Informationen, Aufgaben und Ressourcen möglichst einfach und übersichtlich digital zur Verfügung stellen kann.

Denn während der letzten Distanzunterricht-Phase kam es insbesondere zu folgenden Problemen:

  • Informationen und Materialien wurden über verschiedene Wege zur Verfügung gestellt (z.B. teilweise per E-Mail, teilweise über einen Cloud-Server, teilweise über Padlet). Die Schüler haben dadurch schnell die Übersicht verloren und wussten nicht mehr, was sie jetzt wo finden können.
  • Materialien und Aufgaben hatten keine einheitliche “Form” und konnten daher nur schwer zugeordnet werden. Außerdem entstand bei vielen Schülern der Eindruck, dass die Aufgaben einfach “wahllos zusammengewürfelt” wurden, was nicht gerade für Motivation sorgte.
  • Schüler wurden mit den digitalen Aufgaben “allein” gelassen. Sie wussten nicht, wo sie bei Problemen Hilfe finden können.
  • Der “rote Faden” fehlte bei der Zusammenstellung der Aufgaben, wodurch die Schüler schnell die Orientierung und Motivation verloren.
  • Es fehlten oft klare Anweisungen, welche Aufgaben bis wann in welcher Form zu erledigen sind.

Es fehlte also eine zentrale Stelle, wo alle Informationen, Aufgaben und Materialien übersichtlich gesammelt werden – eine Art “Lernmanagementsystem”.

Doch nur die wenigsten Schulen verfügen über solch ein Lernmanagementsystem.

Also habe ich mir Gedanken gemacht, wie man denn mit bereits verfügbaren Mitteln eine solche zentrale Stelle erstellen kann.

Es muss ja nicht gleich ein Lernmanagementsystem sein. Ein übersichtlich gestaltetes Dokument mit Verlinkungsmöglichkeiten tut es auch.

Und so habe ich mithilfe von PowerPoint eine Vorlage gebastelt, die es ermöglicht, alle Informationen, Materialien und Aufgaben klar und übersichtlich in einem einzigen Dokument darzustellen.

Das digitale Lernmodul

Das digitale Lernmodul ist im Prinzip nichts anderes als ein Dokument, das mit Hyperlinks ausgestattet wurde.

Die Hyperlinks ermöglichen es den Schülern, über ein Menü innerhalb des Dokuments zu navigieren und so jede Information innerhalb von Sekunden zu finden.

Außerdem bietet es genug Platz, um wirklich alle Informationen, Aufgaben und Ressourcen hineinzupacken.

So ist alles in einem zentralen Dokument zusammengefasst und nichts kann verlorengehen.

Außerdem kann das Dokument als interaktive PDF gespeichert werden, sodass die Schüler kein spezielles Programm oder Internetzugang benötigen, um es zu öffnen.

Der Aufbau eines solchen digitalen Lernmoduls kann an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Ich habe mich für folgenden Aufbau entschieden:

Titelseite

Ist – denke ich – selbsterklärend.

Allgemeine Informationen

Hier erhalten die Schülerallgemeine Informationen zur Bearbeitung der Datei / der Aufgaben, z.B.

  • Technische Voraussetzungen
  • Welche Aufgaben bis wann erledigt werden sollen
  • Informationen zu Gruppenarbeiten
  • Informationen / Anleitungen zu speziellen Tools / Apps
  • Nützliche Links

Aufgabenübersicht

Hier finden die Schüler alle zu erledigenden Aufgaben in übersichtlicher Form dargestellt.

Die Schüler können ganz einfach zwischen den einzelnen Aufgaben navigieren.

Es können z.B. auch Aufgaben pro Wochentag dargestellt werden und so ein digitaler Wochenplan erstellt werden.

Auf den Aufgaben-Seiten können nicht nur die Arbeitsanweisungen, sondern auch Grafiken, Screenshots und Links zu Videos, Webseiten, Audio-Dateien und weiteren Dokumenten eingefügt werden.

Dies macht es den Schülern noch einmal einfacher, die Aufgaben zu bearbeiten, da sie nicht selbst nach bestimmten Ressourcen, Links, etc. suchen müssen. Alles ist auf einer Seite übersichtlich dargestellt.

Ressourcen

Hier finden die Schüler eine Übersicht zu weiterführenden Ressourcen. Auch hier können Links zu Webseiten, Dokumenten, Videos, etc. eingefügt werden.

Hinweise zur Abgabe

Hier kann noch einmal klar und deutlich erklärt werden, welche Aufgaben in welcher Form einzureichen sind. Sollen die Schüler z.B. einzelne Aufgaben auf einem Cloud-Dienst oder Padlet hochladen? Sollen sie sie per E-Mail schicken oder werden sie in Form einer Videokonferenz besprochen?

Das alles kann hier beantwortet werden. Screenshots oder ein Link zu einem kurzen Erklärvideo können ebenfalls eingefügt werden

Termine für Videokonferenzen

Hier erhalten die Schüler auf einen Blick alle Termine für Videokonferenzen oder Präsenztermine. So kann niemand sagen, er hätte nicht gewusst, dass eine Videokonferenz oder ein Präsenztermin stattfinden.

Kontakt

Hier erfahren die Schüler, wie (und wann) er bei Problemen Kontakt mit der Lehrkraft aufnehmen kann.

Dieser Aufbau ist natürlich nur ein Vorschlag bzw. eine Idee. 

Wichtig ist, dass die Schüler wirklich alle Informationen und Materialien, die sie benötigen, in diesem Dokument schnell und einfach finden können.

Fassen wir noch einmal die Vorteile eines solchen zentralen Dokuments zusammen:

  • alle Informationen, Aufgaben und Materialien können schnell und einfach gefunden werden
  • es muss nur ein einziges Dokument geöffnet werden
  • stellt man den Schülern das Dokument als PDF-Datei zur Verfügung, ist kein spezielles Programm erforderlich (nur ein PDF-Reader)
  • es können Links zu Videos, Audio-Dateien, Webseiten, Dokumenten, etc. hinzugefügt werden
  • jedes digitale Lernmodul kann schnell und einfach angepasst werden
  • die Schüler haben keine Ausreden mehr, warum sie etwas nicht gefunden / gemacht haben

Wie du selbst solch ein digitales Lernmodul erstellen kannst

Ich habe die Vorlage – wie gesagt – mithilfe von PowerPoint erstellt. Du kannst aber auch z.B. Word, Google Docs oder Google Slides nutzen.

Wichtig ist, dass man (Hyper-) Links hinzufügen kann.

Außerdem solltest du ein Menü hinzufügen, über welches die Schüler innerhalb der Datei navigieren können. Dieses verlinkst du einfach mit den entsprechenden Seiten.

Um aus dem Dokument eine (interaktive) PDF-Datei zu erstellen, musst du beim Speichern einfach nur “PDF” als Dateityp auswählen.

Wenn du lieber mit einer bereits vorgefertigten Vorlage starten möchtest, findest du meine PowerPoint Datei hier bei lehrermarktplatz.de (inkl. 3 Farbvarianten + Anleitung).

Wie kann ich das digitale Lernmodul mit meinen Schülern teilen?

Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, z.B.

  • du kannst die PDF-Datei per E-Mail verschicken
  • du kannst die Datei auf einen Cloud-Dienst (z.B. OneDrive oder Google Drive) hochladen und einen Link generieren, den du mit deinen Schülern teilst
  • du kannst die Datei auf ein Padlet hochladen, wo die Schüler sie dann herunterladen können
  • falls du oder deine Schule über eine Website verfügt, kannst du die Datei dort hochladen

Fazit

Mithilfe eines zentralen Dokuments – wie das hier vorgestellte digitale Lernmodul – kannst du deinen Schülern alle Informationen, Materialien und Aufgaben auf übersichtliche und unkomplizierte Weise zur Verfügung stellen.

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